Die Wirkung von Koffein – welche Menge ist unbedenklich?
Koffein ist in Kaffee, Tee, Cola und Energydrinks zu finden. Aufgrund seiner aufputschenden Wirkung wird es vor allem im Kaffee von vielen Schweizern tagtäglich konsumiert.

Koffein macht munter
Koffein ist eine psychoaktive Substanz, die vom Körper schnell aufgenommen wird. Sie blockiert verschiedene Rezeptoren, wodurch Botenstoffe wie zum Beispiel Adrenalin und Dopamin freigesetzt werden. Das wiederum lässt Koffein zum Muntermacher werden. Auch die Konzentration und die Reaktionsfähigkeit verbessern sich nach dem Genuss von gutem Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken. Darüber hinaus wirkt sich insbesondere Kaffee bis zu einem gewissen Grad positiv auf die Gesundheit aus. So soll er das Risiko, an Diabetes, Alzheimer oder Depressionen zu erkranken verringern. Ausserdem soll der tägliche Kaffeekonsum gut für die Leber und die Herzgesundheit sein.
Nebenwirkungen von Koffein
Allerdings wirkt Koffein bei jedem ein wenig anders und kann starke oder nur moderate Reaktionen hervorrufen. Wer zu viel Kaffee trinkt oder es mit den Energydrinks übertreibt, muss mit unangenehmen Nebenwirkungen wie Herzrasen, Nervosität, Zittern oder Konzentrationsschwierigkeiten rechnen. Eine Überdosis ist also unbedingt zu vermeiden. Doch wie viel Koffein ist zu viel Koffein?
Wie viel Kaffee am Tag ist unbedenklich?
Gerade weil Koffein so unterschiedlich auf Menschen wirkt, lässt sich die Frage nach der maximalen Menge nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich gilt aber, dass gesunde erwachsene Menschen jeden Tag bis zu 400 mg zu sich nehmen können, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen befürchten zu müssen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Kaffee über den Tag verteilt genossen und nicht auf einmal konsumiert wird. In einem kurzen Zeitfenster sollten es höchstens 200 mg Koffein sein. Das ist die Menge, die sich etwa in zwei Tassen Filterkaffee oder in drei Tassen Lungo befindet. Schwangere Frauen sollten nicht mehr als 200 mg Koffein über den Tag verteilt zu sich nehmen und für Kinder ist das Trinken von Kaffee grundsätzlich tabu.
Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollten deutlich weniger oder gar keinen Kaffee konsumieren. Sie halten am besten Rücksprache mit dem Hausarzt. Betroffen sind zum Beispiel Menschen mit Angststörungen oder mit bestimmten Herzerkrankungen. Doch auch ein empfindlicher Magen könnte ein Grund sein, den Kaffeekonsum zu reduzieren.
Wann sollte Kaffee getrunken werden?
Nicht nur die Menge, sondern auch der Zeitpunkt spielt eine wichtige Rolle. Zum Beispiel ist es ungünstig, Kaffee zu trinken, wenn der Cortisolspiegel im Körper hoch ist. Denn dann fühlen wir uns bereits wach und munter. Zusätzlicher Kaffee könnte für unnötigen Stress sorgen. Da wir direkt nach dem Aufstehen einen hohen Cortisolspiegel haben, ist es sinnvoller, erst eine Stunde nach dem Klingeln des Weckers dem Kaffeegenuss zu frönen. Noch besser ist es, die Zubereitung des Lieblingskaffees auf den Vormittag zu verschieben. Dann liefert er auch wirklich die gewünschte Energie. Abends vor dem Schlafengehen sollte ebenfalls auf Kaffee verzichtet werden. Denn der späte Konsum kann zu Einschlafstörungen führen. Rund fünf Stunden vor dem Schlafengehen sollte kein Kaffee mehr getrunken werden. Wer dann immer noch Einschlafprobleme hat, verlängert die Zeitspanne auf sechs bis acht oder sogar auf zehn Stunden.
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